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17.08.2009

Auszug aus dem Schwarzwälder Boten:

New York der Provinz setzt eigene Trends

Wie ein Luxusliner auf hoher See erscheint das Gebäude der Agentur Südpol in Niedereschach. Hinter der weißen Fassade eröffnet sich eine moderne Architektur, die die Kreativität des Unternehmens zum Ausdruck bringt.

Klassische Eleganz ist gepaart mit modernen Elementen: Durchbrochene Wände geben den Blick frei auf das alte Mauerwerk des 1883 als Seidenspinnerei gebauten Hauses. Eine alte Heizungsanlage wurde zur Bar umfunktioniert, und im Keller eröffnet sich eine Kantine, die mit ihrem morbiden Charme mehr an einen Club als einen Aufenthaltsraum erinnert.

Südpol hat sich seit seiner Gründung 1999 mit innovativen Werbekonzepten für renommierte Unternehmen, darunter Porsche, der Villinger Lichttechnikhersteller Hess, Telekom, Junghans und Hermle, einen Namen gemacht. Von der kleinen »Kreativbude« in Niedereschach hat sich das Unternehmen zu einer anerkannten Werbeagentur gemausert.

»Wir sind in vielen Dingen deutlich anders als die Konkurrenz«, versichert Ralf Ganter, »progressiv und visionär.« Und genau dieses Profil trage das Unternehmen mit dem inzwischen fast abgeschlossenen Umbau des Gebäudes auch nach außen. »Die Firmen wollen ihre Perfektion ausstrahlen«, erläutert Ganter den Hintergrund. Südpol habe sich diesem Trend angeschlossen und das Gebäude äußerlich komplett verändert.

Nicht immer war der Geschäftsführer so überzeugt von dem Standort in der Provinz wie heute: Viele Kunden seien skeptisch gewesen, selbst wenn ihnen die Referenzen imponierten. Zu denen zählt seit zwei Jahren auch eine Fotostrecke mit Hotelerbin Paris Hilton, die dem Bekanntheitsgrad der Niedereschacher noch einmal einen kräftigen Schub gegeben hat.

Heute genießen die Kunden das moderne Ambiente in der entspannten Atmosphäre der Provinz, weiß Ganter. »Vor allem Großstädter sind hier gut drauf.« Ganters Motto: »New York, Mailand, Niedereschach – hier ist das New York auf dem Land.«

Selbst in der Krise stehe das Unternehmen gut da, wie Ganter erklärt: Zwar sei der Stammkundenumsatz um fünf bis zehn Prozent zurückgegangen. »Durch die starke Aquise von Neukundenumsatz sind wir aber immer noch im Wachstum.«

Original Zeitungsartikel als PDF zum Herunterladen [ 1.6MB ]

Quelle: Schwarzwälder Bote
Ausgabe: Montag, 17. August 2009 / Nummer 188
Redakteur: Kirsten Bäckermann
Online: schwarzwaelder-bote.de

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